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Sexuell übertragbare Krankheiten
(Sexually Transmitted Diseases, STD)

Allgemeines

STDs sind sehr häufige Krankheiten. Weltweit ist eine starke Zunahme von sexuell über tragbaren Krankheiten zu verzeichnen, in manchen Ländern ist das Risiko einer Erkrankung jedoch höher als in anderen. Das Risiko einer Erkrankung steigt mit der Anzahl der Sexualpartner. Die Heilungschancen sind häufig gut. Sehr gefährlich sind vor allem Krankheiten, die verschwiegen oder nicht beachtet (und dadurch nicht behandelt) werden.

Auch bei nur leichten Krankheitssymptomen sollte deshalb ein Besuch beim Arzt erfolgen. Eventuell wird Sie Ihr Hausarzt an einen Facharzt überweisen, je nach Art der Krankheit z.B. an Ärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Frauenärzte, Urologen oder Fachärzte für innere Medizin. Rechtzeitig zum Arzt zu gehen zeugt von Information und Verantwortung. Der Versuch, die Krankheit selbst zu behandeln, kann sie verschleppen oder verschleiern, so dass teils irreparable Schäden entstehen! Allgemein gilt: Je früher die Krankheit behandelt wird desto besser sind die Heilungschancen. Die Behandlung bezahlt übrigens die Krankenkasse.

Gerade jungen Leuten fällt es jedoch oft schwer, intime Regionen untersuchen zu lassen, und vor allem Männern fällt es schwer auf eigene Körpersignale zu achten. Frauen kann es vielleicht helfen, eine Freundin zum Arzt mitzunehmen. Für beide Geschlechter mag es hilfreich sein, mit einer vertrauten Person zu sprechen, oder auch anonym im Internet oder bei einer Telefonberatung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin, und eventuell mit den Expartner(n)/-Partnerin(nen), wenn eine sexuell übertragbare Krankheit diagnostiziert wurde.

Während der Behandlung sollte auf ungeschützten Verkehr verzichtet werden, da es ansonsten zum so genannten “Ping-Pong-Effekt” kommt, bei dem sich die Sexualpartner immer wieder gegenseitig anstecken.

Das sollten Sie beachten: bei einigen Krankheiten zeigen sich die Symptome erst spät oder teilweise kaum bis gar nicht, die Krankheit kann aber dennoch weitergegeben werden. Safer Sex schützt daher nicht nur Sie, sondern auch Ihre Partner/innen!

STDs sind durch alle sexuellen Kontakte jeder Art übertragbar, egal mit welchem Geschlecht. Sie sind kein Grund sich zu schämen.

Welche STDs gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von sexuell übertragbaren Krankheiten. Hier finden Sie eine kurze Übersicht von Krankheiten, vor denen Sie sich mit Safer Sex schützen können.

Eine der bekanntesten STDs ist die Infektion mit dem HI-Virus, der die Krankheit AIDS verursacht. Einen ausführlichen Artikel rund um HIV und AIDS finden Sie hier.

Die klassischen Geschlechtskrankheiten sind dank Safer Sex heute zwar nicht mehr so häufig, wie in den Zeiten, als es noch keine Kondome gab (und Safer Sex kein Thema war) - dennoch kann man(n und frau) sich auch heute noch damit infizieren; in den letzten Jahren gab es teilweise sogar wieder mehr Neuinfektionen.

Zu den klassischen Geschlechtskrankheiten zählen: Syphilis, Ulcus Molle, Tripper und das Venerische Granulom.

Es gibt jedoch auch einige andere, teilweise recht häufige, Infektionen, die ebenfalls durch sexuelle Kontakte übertragbar sind, z.B. Chlamydien, Herpes genitalis und HPV.

Durch Safer Sex senken Sie auch Ihr Risiko, sich mit diesen unangenehmen, wenn auch mit der richtigen Therapie meist recht gut zu behandelnden, Infektionen und Parasiten anzustecken:

  • Hepatitis A: Impfung möglich, wird vor allem anal-oralen Verkehr übertragen
  • Hepatitis B: ist durch alle sexuellen Kontakte übertragbar
  • Hepatitis C: ist durch Kontakt mit Blut übertragbar
  • Pilzinfektionen: sind durch alle sexuellen Kontakte übertragbar, und entstehen z.B. auch bei übertriebener Intimhygiene oder einem geschwächten Immunsystem
  • Dellwarzen: sind durch Oralverkehr übertragbar
  • Durchfallerkrankungen: werden vor allem durch ungeschützte oral-anale Kontakte übertragen
  • Fadenwürmer: werden vor allem durch ungeschützte oral-anale Kontakte übertragen
  • Trichomonaden: werden meist durch vaginalen Verkehr übertragen, aber auch durch gemeinsames Verwenden von Toys
  • Filz-/Kopfläuse: Übertragung bei engem Körperkontakt, oder durch Bettwäsche. Sie lassen sich gut behandeln, wichtig ist jedoch, auch die Textilien "mitzubehandeln"

Noch mehr, sehr ausführliche Informationen zum Thema gibt es auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Ausklärung, schön übersichtlich in einer PDF-Datei aufgearbeitet.

Viele STDs sind anonym meldepflichtig, die aktuellen Infektionszahlen werden regelmäßig auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts im epidemiologischen Bulletin veröffentlicht.

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